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mal fürzer, als die andere — bioireilen nur zu einem bloßen Zahn reduzirt – ist. Frucht — die Körner — weniger fompakt, weniger fonkav und weniger borstig am Ende; Rückenwinkel weniger wimperig und die Lehren etwas weniger zum Abfallen geneigt. Die Körner enthielten mehr Mehl, als jene des vorangehenden Jahres. Säete den Samen dieser Pflanzen, der

In 1841 Achren gleich denen von Triticum (ächtem Weizen) produzirte. Ein sehr merkwürdiger und wichtiger Wechsel fam in dieser Ernte vor. Es fanden sich keine uns fruchtbaren Aehrcher und alle waren in jeder Hinsicht wie Weizen, jedes zwei oder drei volkommen entwickelte Sainen tragend. Der Umriß der ganzen Pflanze glich stärker dem des Weizens. Der Samen war weniger konkav und borstig, als das vorangehende Jahr. Die Klappeu der Bälge hatten eine jede zwei Grannen, von denen eine sehr lang war, während die andere so vollständig abortiv war, daß sie beinahe die Angabe bestätigte, daß die Grarnen einzeln seien. Diese Samen wurden gepflanzt und

1812 wurden die Pflanzen von Rost befallen. Weniger Fortschritt wurde gemacht, ali im vorhergehenden Jahr: die Stengel behiclten von der dem Aegilops eigenthüms lichen Bitterfeit; die Aehren waren merkwürdig wegen der geringen Entwicklung der Granne hatten genau das Aussehen des bartlosen Touzelle Weizenz. Zwanzig von den Aehren waren vollständig unfruchtbar. Die Pflanzen, welche voin Nost nicht affizirt waren, hatten jährige Achren, deren Grannen weniger abortiv waren. Viele der Lehrs dhen hatten drei Blüthen und ergaben zwei oder drei gute Körner, welche an der Spige ein wenig plump waren. Diese Samen wurden gefäet und

In 1843 erreichten die Pflanzen eine Höhe von drei Fuß; das Stroh nahm eine festere und weniger (fröde Tertur an. Eine der zwei Grannen war so kurz und unausges bildet, daß diese Klappen passend als nur eingrannige betrachtet werden können. Jedes Aehrchen hatte zwei und bisweilen drei fruchtbare Blüthen. Die Körner waren so gut entwidelt, daß sie durch die Blätter der Blümchen ausgeseyt waren; die Aehren waren weniger zerbrechlich und nach Aussehen genau dem Weizen gleich. Eine dieser Pflanzen ergab 380 Körner für das eine gefäete Korn, und eine andere ergab 450 für eines; diese Körner ragten durch ihre Bedeckung hervor. Die Ernte trug

In 1844 lauter fruchtbare Pehrchen und eine Menge derselben enthielt drei Körner; diese Körner waren sichtbar durch ihre Umhüllungen und auf einer Seite fonkav; die Spigen oder Aehren waren jährig. Dic Klappen des Balged hatten eine lange Granne mit einem äußerst kurzen Anfang einer anderen.

In 1845 wnrde die Ernte von Allen als ächter Weizen angesehen ; die Klappen der Bälge hatten nur eine Granne mit einem bloßen Zahn einer anderen. Die Bälge hatten je 4 oder 5 Blüthen, von denen drei fruchtbar waren. Sie wurde nun von Mons. Fabre als ächter Weizen betrachtet, oder es wurde vielmehr angenommen, daß d98 Aegilops zu seinem höchsten Zustande der Vollkommenheit gebracht worden sei; daher wuchs

In 1846 die Ernte auf einem offenen Felde. Das gewählte Feld lag nahe an der Straße, welche nach Marseillan führt; der Boden desseiben wurde sonberbe genannt. Das Feld war auf allen Seiten von Weinbergen eingeschlossen. Es wurde Sorge getragen, das Fallen irgend welchen Blüthenstaubs vom Aegilops auf dasselbe zu verhindern. Wäha rend der vier sich folgenden Jahre war der Ertrag 6 bis 8 mal der gesäete Samen.

Der Charakter dieser Pflanzen in 1850 war furz wie folgt: Stengel, gerade, von der Höhe von ctwa 30 Zoll und voll Mark. Die Klappen der Hülle endeten in einer einzigen Gramne, der Anfang der anderen kaum sichtbar , leicht gestreift und Gartloz. Die zwei Blüthenklappen waren Häutig, wie beim Aegilops, aber eine äußere Klappe hatte nur eine einzelne Granne, während die andere feine hatte. Die Aehren hatten 8 bis 12 Lehrchen je mit 2 oder 3 fruchtbaren Blüthen, jedes 2 oder 3 Körner produs zirend; diese Körner waren sehr mehlig und sehr irenig konkav. Der Ertrag von 1850 war weniger,, als derjenige der drei vorangehenden Jahre ; dieses verminderte Produkt hatte unzweifelhaft seinen Grund in der Trökne, welche jenes Jahr in Frankreich herrschie.

Nach dem Anbaue desselben in zwölf aufeinanderfolgenden Jahren wurde es, wie Mr. Fabre sagt, vollkommener Weizen und nicht cine einzige Pflanze ist je zu ihrem früheren Charakter als Aegilops zurüdgekehrt. Die ganze Reihe dieser Erperimente wurde von Mr. Fabre (einem „einfachen Gärtner“) persönlich geleitet; sie wurde daher von Einem geleitet, der nicht bloß ein geschidter, sondern im vorzüglichen Grade ein praktischer Mann ist; von Ginem, welcher eine praktische Kenntniß des Pflanzenbaues besaß, und nicht von einem Theoretiker oder Pflanzenliebhaber, welcher ein tiefes Intes resse an der Erreichung eines speziellen Resultates hat und dessen Wunsch nach Erfolg ihn veranlassen würde, jährlich eine Mischung mit ächtein Weizen vorzunehmen, bis das Aegilops-Element gänzlich absorbirt sein würde. Mr. Fabre hatte die Vorsicht getroffen, alle diese Experimente in einem von hohen Mauern umgebenen Einfange vorzuneh: men, wo nirgende in der Nähe des Einfanges Getreide gepflanzt wurde und Mr. Fabre'l Fleiß ließ innerhalb des Einfanges fein Gras aufkommen. Die Annahme würde vers geblich sein, daß der Blüthenstaub des Weizens in der Nachbarschaft irgend welchen Einfluß auf diese Pflanzen ausüben konnte;* weil das überall um die Ränder der Fels der herum wachsende wilde Aegilops seinen Charakter in Folge dieser Nähe noch niemals verändert hat.

Zum Beweise, daß Mr. Fabre's Grperimente wirklich und über allen Vorwurf der Täuschung erhaben seien, hat Mons. Dunal, Professor der Wissenschaft zu Montpelier, einer der zur Entscheidung einer solchen Frage kompetentesten Männer, getrocknete Muster von Fabre's Aegilops, in jedem Stadium seiner Verwandlung in Weizen, aufbewahrt und bietet sie an als wichtige Beweise der Thatsache. In was für einem Lichte und von welchem Standpunkte aus immer wir diese Reihe Experimente betrachten, ist das Resultat sicher reich an den wichtigsten Folgen. Ist Weizen nur als Aegilops zu bes trachten, durch Cultur vollständig und vollkommen entwidelt, dann ist eine von einer Parthei Kämpfender oder Theoretiker angenommene Position vollkommen bestätigt, nämlich: daß Pflanzen durch Klima, Boden, Lage und Cultur ihre charakteristischen Eis genthümlichkeiten permanent wechseln können. Es fann jedoch geltend gemacht werden, daß keine Beobachtungen über die Ausartung der Weizenpflanze angestellt worden seien und daß fie, soweit etwas Gegentheiliges bekannt ist, in vielen Beispielen zu ihrem urs sprünglichen Typus und Charakter von Aegilops zurückgekehrt sein mag; allein, auf der anderen Seite haben wir allgemein angenommene und beglaubigte Aufzeichnungen, welche genügliche Auskunft über die Weizenpflanze enthalten, um die Behauptung zu rechtfertigen, daß sie über fünf Tausend Jahre nacheinander angebaut wurde und in dies ser ganzen Zeit findet sich kein anderes Beispiel ihrer Ausartung, als ihre vermehrte Anlage zur Krankheit. Eine ununterbrochene Uebertragung der Eigenschaften und daratteristischen Merkmale für die eben erwähnte sich folgende Anzahl von Jahren muß als eine annähernde Permanen; — wenigstens für alle praktischen Zwecke -- betrachtet werden. Wenn sie aber auf der anderen Seite als von einer verwandten Gattung des Aegilops anzuschen ist, so beweist dies, daß Botaniker mit dem Charakter der Pflanzen nicht hinlänglich vertraut waren, als die Classifikation gemacht wurde.

* In Abels „Aus der Natur," Bd. 8, Seite 271, bemerkt der Verfasser, indem er von Fabre's Erperiment spricht: was ist wahrscheinlicher, als daß diese Pflanzen durch den Blüthenstaub von den ädten Weizenpflanzen in der unmittelbaren Nähe befruchtet wurden, zumal es eine woblbekannte Thatjadhe ist, daß wenn der Weizen in Blüthe ist, ganze Wolfen Staubförner an einem bellen Tage von den Weizenfeldern sich erhebend gesehen werden können?" Jene, welche Weizen zu mischen unternommen haben, mögen sogleich ein seben, wie viel Zuverlässigkeit dieser Angabe beigemessen werden kann, besonders nach dem Gärtner bezeugt bat, daß Cerealien von allen Pflanzen der Misdung am wenigsten günstig sind."

Alippart.}

Mons. Godron, ein französischer, und Mr. Buchinger, ein deutscher Botaniker, wurden beide durch das Resultat der Erperimente des „schlichten" Gärtners in Erstaunen gesetzt und geärgert. Es scheint, daß in einem wilden Zustande das Ægilops ovata die Entstehung einer, den Botanikern als Æ, triticoides bekannten Spielart, veranlaßt hat, welche dem E. ovata in einer seiner Transformationen gegen Weizen hin sehr viel gleicht. Auf diese Aehnlichkeit hin unternimmt es Mons. Godron, die Integrität Mr. Fabre's in einer langen Schrift anzuflagen, welche er veröffentlichte und in welcher er behauptet, daß æ, triticoides nicht ein Zustand oder eine Spielart von e. ovata, sondern ein Mischling zwischen dem gewöhnlichen Weizen und legterer Pflanze sei! Buchinger (Siehe Flora, Bd. 13, Seite 31) indossirt Godron und beschuldigt Faber direkt der Mischung mit Weizenblüthenstaub. In ihrer ängstlichen Beflissenheit, die Richtigkeit des Erperiments zit bestreiten, vergessen all diese alten Schulbotanifer, daß fie anerkens nen, daß Weizen und Aegilops rich inischen und die Mischpflanze ihre Art in direktem Gegensatz zıı der allgemein angenommenen Ansicht über diesen Gegenstand fortpflanzen, so zugebend, daß £. ovata dem Triticum sativum näher verwandt ist, als T. caninum oder T. cristatum es sind, weil keines dieser legteren zwei mit dem T. sativum sich mischen läßt. Ebenso vergessen sie, daß sie Mr. Fabre das möglichst hohe Compliment zollen, indem sie anerkennen, daß er durch seine Geschicklichkeit zwischen zwei weit verschiedenen Pflanzengattungen eine Mischpflanze produziren konnte, welche sich selbst zut perpetuiren pflegt. Es mag eine Behauptung sein, welche vielleicht am Ende durch die Thatsachen nicht unterstützt werden mag; allein es finden sich in den neuen Enthüllungen der physiologischen Wissenschaft viele Andeutungen, daß es keine fruchtbaren Mischlinge geben fann, außer jenen, welche durch Abarten derselben Art Pflanzen von einander produzirt werden. Wenn sonach diese Position als eine haltbare gefunden wird, so folgt, daß fürderhin entweder die Gattung Triticum oder jene von Aegilops aus der systematischen Botanik gestrichen werden muß.

Es mag gut sein, im Detail die in der Pflanze selbst durch Mr. Fabre's Cultur produzirten Wechsel zu1 relaputiliren. In seinem natürlichen Zustande ist das Æ. ovata in allen seinen Theilen grau; seine Blüthenstengel übersteigen niemals die Höhe von neun bis zehn Zoll; die oberen Blätter erreichen niemals den ersten Zahn der Aehrenachie; die Lehre ist kurz und oval, hat nur vier Achrchen und von diesen sind allein die zwei unteren fruchtbar. Eine Spielart des E. ovata wird E, triticoides, genannt, bei welder eine oder ztvei der Grannen des ovata verschwinden, so daß die Klappen des Balges des größeren Theiles der Aehrchen nur zwei lange Grannen, statt vier, an den unteren Aehrden haben. Die äußere Hautklappe der Blüthe, statt in drei Grannen audzulaufen, hat nur eine, in deren Basis die zwei Anfänge der fehlenden gesehen werden kön

nen. Die andere Hantklappe ist ohne Bart und an seiner Spitze mimperig. Die Uehren sind, wie die deš ovata, aus drei oder vier Aehrchen gebildet, welche nulgemein unfruchtbar, selten fruchtbar sind. Die Blüthen sind Hermaphroditen und umschließen drei Staubfäden um cine Pistille heruin, in zwei lange leidenartige Narben endend. Die Blüthen sind oft unfruchtbar in Folge der Abortion der Pistille. Die Körner der fruchtbaren sind länglich, edig, sehr fonfav und oft auf einer Seite abgeplattet; Farbe gelb, sich dem Schwarzen nähernd, wie die des ovata, ist aber länger und seidenartig an der Spige. Als diese Körner zum erstenmal gesäet und kultivirt wurden, ergaben sie drei oder viermal so hohe Pflanzen; die Aehren waren cylinderförmig und vielmehr länglick, als jene der Mutterpflanze — die Klappen der Bälge hatten nur zwei Grannen, die eine kürzer als die andere ; hie und da fehlte die cine fast ganz, so daß jeder Balg nur eine Granne hatte. Dic Grannen einiger Pflanzen waren sehr lang, während andere sehr kurz waren; die Pflanzen nahmen das Aussehen und den Charakter von Triticum immer mehr und mehr an. Die Achrchen, zahlreicher als an der Elternpflanze, waren oft unfruchtbar, und die es nicht waren, hatten blos cine oder zwei fruchtbare Blüthen, so daß die fruchtbaren Aehrchen nicht mehr als ein oder zivei Körner gaten. Diese Körner produzirten das nächste Jahr vollkommenere Pflanzen — ihre Aehrcher waren zahl: reicher, als vorher, und fast alle derselben enthielten zwei fruchtbare Blüthen und ergaben zwei Körner. Der Grannen waren stets zwei an Zahl, aber die Abortion ciner wurde in jedem Falle weiter geführt, als früher, und war oft vollständig. Die Körner waren weniger fompakt, weniger fonkav, weniger haarig an ihrer Ertremität. Die Achren, wenn reif, weniger leicht von der Achse getrennt, und die Körner ivaren jedes folgende Jahr mehr blumig. Das dritte Jahr produzirte vollkommenere Pflanzen als das zweite — faum welche infruchtbare Aehrchen, deren jedes zwei und biðweilen drei Sörnier ergab, mchr entwickelte, weniger fonkave und weniger haarige. Das vierte Jahr produzirte keine bemerkbare Veränderung. Das fünfte Jahr produzirte eine Yard lange Pflanzen; Körner genug entwickelt, dic Klappen der Blüthe zu trennen um, wenn reif, ganz a118gelebt zu werden — früh reife Aehren weniger abfallend. Das folgende Jahr waren alle Aehrdyen fruchtbar, obgleich die Aehren sich leicht trennten. Das nächste Jahr brachen die Achren nicht leicht ab; ade Aehrchen waren fruchtbar und umschlossen hie und da drei gut entwickelte Körner, ein ächtes Triticum wurde produzirt, der Anbau auf offenem Felde, vier aufeinanderfolgende Jahre lang, verursachte keinen Wechsel in der Form und das Produkt war ähnlich dem anderen Weizens.

Die Wechsel in Form und Charakter der Pflanze sind keineswegs zufällig, sondern stehen in Uebereinstimmung mit einem Gesetze, das, obwohl nur wenig bekannt, täglich mehr und mehr beobachtet und anerkannt wird. Der berühmte Dr. Arnott behauptet, daß in allen den zahlreichen Beispielen abnormaler Strukturen, welche unter seine Bea obachtung fielen, bei wenigstens dreißig verschiedenen Gattungen Gräser die allgemeine Tendenz des Aehrchens war, seine Achse zıt verlängern und seine Anzahl von Blüthen zu vermehren ;* aber in keinem einzigen Beispiele machte er die Wahrnehmung, daß fie weniger Blüthen erhielten, als im normalen Zustande.

Fabre's Grperiment als erfolgreich angenommen, wird die begründete Folgerung sein, daß wenigstens einige, wenn nicht alle, der kultivirten Tritici eigenthümliche Fors men von Aegilops sind und als Nacen dieser Art betrachtet werden sollten. Dies wird die Traditionen, die unbestimmten und unzusammenhängenden Erzählungen über den

* Es ist wohl bekannt, daß die Dahlia, Nose, Crysanthemum und andere Blumen sämmtlich eine Tendenz haben ; nicht allein die Anzahl ihrer Blumen, sondern auch die Blumenblätter an jeder Blume durch Cultivirung zu vermehren. - [Ali p part.]

Ursprung des Weizens, versöhnen, von welchem sowohl in alten, als in neuen Zeiten geltend - gemacht wurde, daß er wild in Babylonien, Persien und Sizilien gefunden worden sei.

In allen diesen Ländern ist das Aegilops eine sehr geröhnliche Pflanze, und cinige seis ner Arten mögen zufälliger Weise ein weizenähnliches Aussehen erhalten haben.

Das Folgende scheint die Angabe in Etwas zu bestätigen, daß Weizen vom Aegilops abgeleitet sei: (Siehe Seite 519, zweite Zeile von unten.)

Weizen mit polidem Halme. Wir hatten vor einigen Tagen Gelegenheit, ein Lot Weizen auf der Farm von Dr. Wilson Waters, von Rhoderiver, zu sehen, von welchem, wie wir verinnthen, mehr als ein Buschel geerntet werden wird – was, wenn wir nicht irren, ein werthvoller Erwerb sein wird: es ist das dritte Produkt weniger von unserem Mitbürger Lieut. Mayo, von der Ver. Staaten Marine, heimgebrachter und von ihm auf den Ebenen von Troja, Kleinasien, auf deren Besuch er vor ein paar Jahren, als das Schiff, an dessen Bord

r damals diente, im Archipelagus lag, einige Zeit verwandte, erhaltenet Samenförner. Die Körner dieses Weizend find etwas größer, als jene des in diesem Lande gewöhn

ichen Weizens, obwohl vielleicht nicht ganz so groß, wie der Weizen von den Gebirgen Chili's. Der Halm ist eigenthümlich, weil er beinahe solid, statt hohl, ist und mehr in eine Spiße auslaufend, als der anderer Weizen; die ersten Glieder sind groß und bilden eine festere Basis. Die Spitze hat einen dichten, steifen Bart, nicht weniger als sechs Zoll lang. Es hat durchschnittlich etwa vierzig Körner auf die Aehre. Vierzig Körner des ersteren wogen rinund dreißig Gran — dieselbe Anzahl des legteren rog mur neunzehn Gran. Da dieses das dritte Jahr ist, daß dieser Weizen in unserem Klima und auf unserem Boden, gewachsen, obwohl nur als Musterprobe, können wir dennoch billig versichern, daß er versucht und hinlänglich entsprechend gefunden worden ist.

Er wird für werthvoll gehalten, besonders wegen des Schußes, den die Solidität seines Balmes gegen die Verheerungen der Fliege gewährt, welche für andere Arten Weizen so zerstörend wirkt. Ebenso wird es, wie wir annehmen, aus demselben Grunde weniger dem Fallen unterworfen sein. — Aus dem Amerikan Farmer, Bd. 13., Juli 22. 1831.

Struktur und Zusammenseßung des Weizenforns. Kaum eine Pflanze wurde so häufig zum Gegenstande der Analysis gemacht, wie die Weizenpflanze, und kein Cercale wurde von so vielen Chemikern analysirt, wie es das Weizenkorn geworden ist. Das Sorn besteht, für alle praktischen Zwecke, aus zwei Theilen: der Hülse und dem Mehl. Die Hülse wird beim Mahlen vom Körper des Korns getrennt und „Kleie" genannt, worunter dag verstanden ist, was vom Hauptförper weggerissen oder zerrissen wird. Der Körper des Kornes, nachdem die Hülse entfernt wer: den, besteht aus einer unduriõsichtigen, geruch- und geschmacklosen Masse und kann als cine Mafie Stärke betrachtet werden.

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