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Verhandlungen

ber

Ohio Staat8 - A der b a ufommission,

versammelt in Colun bu 8 Dezember 9. und 10. 1857.

(Phonographischer Bericht.)

Die Delegaten der verschiedenen Countyorganisationen des Staates versammelten sich in einer Convention in der Conzerthalle um 10 Uhr und wurden durch den PräsiDenten, Aler. Waddle, 689., zur Ordnung gerufen, welcher als ersten Gegenstand auf der Tagesordnung die Aufzeichnung der Delegaten ankündigte. Zwei Herren reichten ihre Certifikare ein und beanspruchten das Recht der Repräsentation für Clermont County. Jn Betracht dessen und auf Antrag von John S. Green, von Þamilton County, wurde ein Committee von Drei, bestehend aus den ørn. Neber, Sears und Glover, durch den Vormann bestellt, an welches der Gegenstand des bestrittenen Siges gewiesen wurde.

Ein Delegat bemerkte dein Präsidium, es sei ein Herr zugegen, welcher eine unathängige Organisatior: repräsentire und aller gesetzlichen Wahrscheinlichkeit noch zu feinem Sitze in dieser Convention berechtigt sei; die Gesellschaft jedoch, deren Nepräsentant er sei, Teiste für die Sache des Ackerbaues werthvolle Dienste und er möchte deßhalb beantragen, daß Hr. Cannon von der „Vereinigten Akerbaugesellschaft“ eingeladen werde, an den Diskussionen dieser Convention Theil zu nehmen.

Hr. Ladd, ron Jefferson, beantragte die Verbesserung, daß die Begünstigung auf Individuen als solche ausgedehnt werde. Dieser Herr sei Präsident einer unabhängigen Organisation und aus diesem Grunde sei er dem Antrag entgegen.

Hr. Musgrave, von Crawford, wünschte, ehe über den Antrag abgestimint wird, zu erfahren, ob es in der Absicht der Convention liege, unabhängige Organisationen zu ermuthigen? Würde es nicht besser sein, zuerst zu fragen: welche Wirkung werden diese Organisationen auf die regelmäßig konstituirten County Gesellschaften ausüben ? Ist die Wirkung verderblich, dann ist es das Beste, denselben keine Aufmunterung zu geben. Er kann nicht einsehen, wie Jemand in diese Gesellschaft kommen und einen Sig beanspruchen fa!ı, ohne daß das Geset denselben gestattet. Diese Convention möge aus Gefälligkeit einem Herren das Recht zugestehen, gehört zu werden; allein wenn Sie ihm, wie nun beantragt, einen Sij bewilligen, so wird er das Stimmrecht in Anspruch nichmen. Er ersucht den Sekretär um Vorlesung des Gesetzes, unter welchem die Gesellschaft organisirt ist. (Der Sekretär verliest das al 28. Februar 1846 erlassene Gesetz.)

Hr. Krum, von Ashtabula, segte die Diskussion fort, worauf zur Abstimmung geschritten und der Antrag verworfen wurde.

Herr Ladd wünschte einen abweichenden Antrag zu stellen. Es war sicher üblich, Herren, welche Akerbaugesellschaften vertreten und anwesend sind, die Gunst der Theilnahme an den Diskussionen dieser Convention zu gewähren. Er habe beim vorigen Antrage verneinend gestimit, einfach weil jener Herr eine unabhängige Organisation vertrete und seine Zulassung in irgend einer Weise im geseglichen Sinne andere Organisationen affiziren fönnte. Aber er fönnte keinen Einwand gegen die Zulassung von Individuen als solchen finden, wenn sie ein genügliches Interesse und eine reine Liebe zum Aderbaue besigen, die sie veranlaßt, ihre Zeit und ihr Geld durch Besuche der Convention aufzuwenden. Es geschah legtes Jahr. Schließlich möchte er folgenden Beschluß in Antrag bringen:

Beschlossen, daß jeder anwesende Herr, der den Ackerbauinteressen geneigt ist, eingeladen sei, an den Diskussionen dieses Rathes Theil zu nehmen.

Hr. Smith von Logan, war nicht zu Gunsten der Anerkennung unabhängiger Gesellschaften. County Gesellschaften sind öffentlich geschaffen und stehen unter der Controlle des Gesetzes. Die Geseßgebung anerkennt Jedermann im Staate, der einer County Gesellschaft angehört, als Solden, der ein Interesse in dieser Gesellschaft hat. Dao Gesek deckt das ganze Feld. Unabhängige Gesellschaften fönnen eintreten, indem sie ihre unabhängigen Organisationen aufgeben, nicht aber, wenn sie dies nicht thun, und wenn sie es nicht thun, so beweist dies, daß sie mit den County Gesellschaften nicht illa frieden sind und an denselben kein Interesse haben, ebenso wenig an der Staatsorganisation. Gestatten wir ihnen nun, auf diesen Floor zu kommen, so kann ein Jeder, wie immer die Organisation jet oder hiernach beschaffen sein mag, seine Stellung innehalten und, wenn so gewillt, die Organisation niederbrechen – als ob ihm jedes Vorrecht gegeben wäre. Wir inüssen bei unserer Entscheidung auf den Erfolg derselben sehen.

Hr. Ladd wünschte, deutlich verstanden zu werden. Er habe den Antrag bloß als eine Sache der Höflichkeit gegen den der Convention anwohnenden Herrn gestellt. GB sei üblid gewcien, es zu thun; habe es keine guten Wirkungen, so werde es leicht sein. es nächstes Jahr zu ändern. Gerade die Thatsache, daß die Convention den ersten Antrag niederstimmte, zeige, was für Gefühle gegen die Repräsentanten unabhängiger Organisationen eristiren. Es ist wahr, dies ist eine gesetzliche Organisation und soweit eine Thätigkeit in Frage liegt, muß sie geseblich geschehen; er empfahl den Antrag einfach als eine Sadje der Höflichkeit.

ør. . S. Sturtevant nahm den Beschluß weiter in Schuß, indem er zeigte, daß die Convention jetzt mit der Wirkung dieser Organisationen nichts zu schaffen habe.

Hr. F. U. Stoces, von Champaign, beantragte eine Verbesserung des Beschlusses durch Ausstreichung von Allem nach dem Worte „beschlossen“ und Einführung des Folgenden :

- Daß jeder Person, welche einer County Gesellschaft angehört, gestattet sei. an den Berathungen dieser Convention Theil zu nehmen, ohne jedoch zu stimmen. Es ist ebenso damit verstanden, daß diese Begünstigung sich nicht, entgegen den Vorschriften des Gesetzes, auf unabhängige Organisationen erstrecken darf.

An der Diskussion über diesen Gegenstand betheiligten sich ferner die Hrn. Steele, Sinith, Ladd und Hemrichouse, als dann der Beschluß und Verbesserungsantrag auf den Tisch gelegt wurde.

Hr. Smith beantragte, daß Dr. N. S. Townsend zu einem Sige in dieser Convention zugelassen werde, was beschlossen wurde. Auf ähnliche Anträge von Mitgliedern wurden mehreren Herren Sitze in der Convention bewilligt.

Der Präsident wandte sich an die Delegaten : Meine Herren: Das Gesep fordert, daß wir uns an diesem Tage zu dem Zwecke versammeln, fünf Mitglieder des Rathes an die Stelle von Lucian Buttles, von Franklin; G. W. Barker, von Washington ; John . Greene von Hamilton; B. Stedman, von Cuyaboga; und R. W. Musgrave, von Crawford, deren Amtstermine abgelaufen sind, zu wählen.

Der Bericht von L. Buttles, Schagmeister, wurde verlesen und der Convention vorgelegt:

Auszug über Gelder, eingenommen und verausgabt auf Rechnung des Dhio Staats- Aderbaurathes, für das Jahr 1857.

. Einnahmen. Balance vorhanden beim Datam der leßten Abredinung ........,

..... $6,838 25 Empfangen von Dr. Sprague, Balance (duldig von ihm laut Rechnung ........

74 59 Staatsidaßmeister, Betrag der legislativen Bewilligungen für den Antheil

des Nathes an den Einnahmen aus Scaulicensen und Heimfällen für
das Jabr 1856 ....

3,643 20 John M. Kinney für die Rente von Gezelten ...............

125 00 Bürgern von Cincinnati, Subscriptionen zur Bestreitung der Ausgaben der Fair von 1857 ...

3,000 00 Burnet und Guille, Rente von den Fairgründen während der Fair, für Erfrisdungen.

500 00 Verkauf von Zulassungstidets .......... ............. Für Einträge - mit Abzug von eingenommenen falschen $49 .....

636 00 B. Stedman, Balance von Verkäufen von bei der Fair in Cleveland, 1856, verwendetem Holze ...

1,587 10 Total ..............................

... $33,298 89 A us I a ge n. An Dr. G. Sprague als Sekretärgebalt ......

$50 00 , J. H. Alippart,

1,231 88 ,, Ausgaben der Columbus Office - Nente, Druden, Binden ac...

1,653 93 „Erekutivfommittee, zur Bestreitung der Auslagen an der Cincinnati Fair..... ......., 18,074 49 ,, Auslage des Borbs an der Versammlung im Dezember 1856..

... $130 35 Januar 1857 .............. 138 50

Hamilton ................. 117 65— 386 50 „Bezahlt für Diplome, Papiere, Mebaille 2c., für Prämien sür die Fairs von 1855, 1856 und 1857........

1,335 50 „ Baargeldprämien der Fair von 1856..

245 00 3,392 00

.......

16,894 75

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.........

1857..................................

Total .. ...................................................... $26,369 30 Bleibt eine Balance in den Händen des Spaßmeisters unter diesem Datum, von ........ 6,929 59

Achtungsvoll vorgelegt,

Lucian Buttles, Schazmeister.

Hr. Geo. Everitt, von Lake, beantragte, daß die Wahl der Mitglieder zur Außfüllung der Vakanzen Morgen um neun Uhr stattfinden soll, wað auf Antrag von Ørn. Van Vorhes so modifiziet wurde, daß die Vornahme aller Wahlen heute zu geschehen babe.

Auf Antrag des F. u. Stokes wurde beschlossen, sogleich Nominationen anzul. nehmen.

Sodann wurden folgende Nominationen gemacht : Lucian Buttles, Franklin ; Norton S. Townshend, Lorain; R. D. Roque, Greene; James Louden, Brown ; G. W. Barker, Washington; John R. Greene, Hamilton : B. Stedman, Cuyahoga; R. W. Musgrave, Crawford ; E. T. Sturtevant, Cuyahoga; John Sears, Medina ; L. Q. Rawson, Sandušky; Jsrael Lilley, Liding; Elihu Neipton, Mahoning; John Reber, Fairfield ; James M. Trimble, Highland; Nobt. G. Dunn, Madison ; E. G. Denman, Williams; John Scott, jr., Ashland; J. H. Starr, Seneca ; A. A. Jewett, Cuyahoga.

Die Herren B. Stedman und N. W. Musgrave lehnten entschieden ab.
Herr Ladd empfahl Folgendes:

Beschlossen: Daß den rücktretenden Mitgliedern des Staatsrathes für die prompte und gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten der Dank dieser Convention außgesprochen sei.

Einstimmig angenommen.

Hr. I. P. Wilson, von Hamilton, stellte die Frage, auf welchem Wege die Berichte für 1856 ausgetheilt worden wären? In seinem County hätten sie keine einzige Copie erhalten.

Ør. Mu@grave antwortete, daß die Berichte unter der Controlle der Geselgebung wären. In seinem County seien sie durch ihren Repräsentanten vertheilt worden, und tvenn der Verr die Mitglieder der Gefeßgebung in Cincinnati fragen wollte, würde er die Berichte in irgend einer Dachstube eingepadt finden.

Hr. Miller, von Seneca, bemerkte, daß fie in seinem County Nichts von den Bea richten gehört haben und daß fie Nichts um sie wissen.

Hr. Dugan, von Brown, bemerkte, daß die Berichte für sein County durch die Mitglieder der Gesekgebung vertheilt wurden und seine Verbindung mit einer unabhängigen Gesellschaft seinen Mitgliedern eine Mehrheit der Berichte fichere. Gegens wärtige Anzeichen veranlassen ihn zuin Glauben, daß sie dieses Jahr nicht so gut fahren werden.

Weitere Bemerkungen führten zum Antrage folgenden Beschlusses durch Herrn Wilson :

Berchlossen: Daß ein Committee von Dreien gewählt werde, um cine Petition aufzuseßen und an diese Convention zu berichten, welche der Gesetzgebung einzus reichen ist, und die Bitte enthält, daß die gedrudten Copien der Staatsacerbau-Berichte an die County Sige befördert werden, gerichtet an die Addresse des Präsidenten und der Leiter der County Akerbau-Gesellschaften, zum Zwecke der Vertheilung an einem so frühen Tage - 18 möglich in jedem Jahre, und daß jedes Mitglied dieser Convention ersucht sei, dicselbe zu unterzeichnen.

auf welchem Wege es wirksam geschehen könne, wofern sie nicht in die Hände derjenigen

gelegt würden, welche ein genügliches Interesse am Akerbau fühlten, sie zu vertheilen, und welche sie in die Hände derjenigen Farmer legen würden, welchen obliegt, den gecigneten Gebrauch von derselben zu machen. Es ist sicher nutzlos, Berichte vorzubereiten und sie in Dachkammern einschließen zu lassen.

Hr. Stridle dachte, diesem könnte durch die County Gesellschaft einigermaßen vorgebengt werden. Jhr Repräsentant sci von ihm selbst, als Präsidenten des Rathes, eingeladen worden, die Berichte auf dem rechten Wege zu versenden, und dies sci geschehen; auch deßwegen, weil das Volt seines County crwarte, daß diese Dinge in einer ihm vortheilhaften Weise ausgeführt werden. Nun erscheine es ihm, daß ein Verständniß zwischen den Präsidenten der County Gesellschaften stattfinden fönnte in der Wcise, wie es angemessen gefunden werden möchte — daß es daheim einen Einfluß äußern und in Zukunft sprechen würde. Soweit es das Einreichen von Beschlüssen von diesem Rathe an die Gesetzgebung betrifft, würde dies auf Nichts hinauslaufen. „Entfernung Iciht der Aussicht Zauber ;" allein wir können uns daheim selbst fühlbar machen und lassen wir dies geschehen.

Hr. S. D. Harris. —- Der Mann beginnt mun, zu sprechen. Wir, die wir hier in der Hauptstadt gewesen, Jahr für Jahr, wissen einigermaßen, wie Dinge verwaltet werden.

Þr. Van Vorhes. - Ich erinnere mich recht wohl, daß einst von einem Mitgliede dieses Körpers cin Antrag gestellt wurde, die Versammlung der Convention um die Zeit zu halten, wann die Geseggebung zusammentritt, was die Entfernung der zwei Körper von einander vermindert haben würde. Soweit es jedoch die Verthcilung dieser Berichte anbelangt, adoptirte ich diesen Plan. Ich händigte einen Theil derselben der County Gesellschaft ein; darauf erließ ich cine Anzeige in der Zeitung, daß ich noch cinige derselben „Sorte" übrig habe, welche Absag fanden, wie „heiße Kuchen.“ Ich dente nicht, daß die Repräsentanten aus den verschiedenen Connties so roll im Stande find, diese Dokumente in die Hände der rechten Personen zu legen, wie der Präsident oder andere Beamte der Gesellschaften. Ich habe etwa die Hälfte der Berichte an die Gesellschaft übermittelt und den Rest in die Hände der geeigneten Personen zu bringen, war mir nicht schwer. Ich bin überzeugt, daß, wenn Sie einen Beschluß passiren, wie er uns nun vorliegt, er unwirksam sein wird, ctwas Gutes zu bewirken. Die Mitglieder der Geseggebung werden demselben nur wenig Beachtung schenken.

Hr. Kelly, von Lawrence, sagte, daß die Berichte in seinem County durch seinen Gesetzgeber einzig für politische Zwecke herungeboten werden und die County Gesellschaft nichts von ihnen wisse.

Hr. – möchte die Herren fragen, ob ihre Präsidenten Politiker seien oder nicht?

Hr. A. E. Stridle erhob sich, um dem Herrn von Athens mit einer Bemerkung zu antworten, d. 5. auf die von ihm gemachte Acußerung, daß die Gesetzgeber die Berichte dieser Gesellschaft in die Hände der geeigneten Personen legen würden. Er glaube nicht, daß sie, soweit es die Vertheilung oder die Vermehrung des zur Sicherung der gehörigen Vertheilung der Berichte erforderlichen Ackerbauinteresses in Ohio betrifft, cinen Zehentheil der Competenz oder des Interesses am A&erbaue besitzen. Wählt einen Demokraten und er erhält einhundert Berichte. Nun sei er (Stri&le) ein Politiker -war ein Politiker von höchst rabiatem Chrakter, so daß er die Irrthümer der Stellung beurtheilen könne — er wisse ganz gut, wohin die Berichte gelangen. Alé er sie vertheilte, legte er sie dahin, wo sie für die Whigparthei berichten würden (Gelächter) —

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