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7 o'clock, eigentlich Unsinn, es fehlt der Zwischensatz: teile ich Ihnen mit, dass ... He's not half a bad fellow, er ist ein ganz netter Mensch; wohl aus half so bad a f. as one thinks. Try to come or I shall be out of town next week st. or you will not meet me as ...; die eigentümliche Verwendung von now = nun sag mal. I could not agree with him, could I now? erklärt sich durch das zu ergänzende say, das sich ebenfalls noch findet. How much longer to reach Plymouth? Wie lange haben wir noch bis Pl. zu fahren? (sc. have we to go.) I haven't been half so well lately! (sc. as I used to be). If you will have it, so! (sc. you may have it so), wenn du es denn so haben willst, meinetwegen. I know nothing whatever of it (wh. it may be). They cheat, lie and what not! (sc. what do they not?) Not if I know it, na, so dumm! I see you are bent on making hay, aha, Sie benutzen die Gelegenheit, wird erst verständlich, wenn man die andere Hälfte des Sprichworts: while the sun shines, ergänzt. I dare say but, es ist ja möglich — aber ... (sc. you are right but). There was more foolery yet, if I could remember it (Sh., J. C. I, 2), sc. which I might relate.

Na, wenn Sie meinen (mag's geschehen). Wenn schon, denn schon (wenn es schon geschehen soll, dann ordentlich). Dass dabei die Wittterung so viel ausmachen soll! (erstaunt mich). Alles was recht ist, Sie sind eine kluge Dame (A. w. r. i., muss man gelten lassen, und danach sind Sie eine kl. D.). «Da wären wir', das hätten wir glücklich geschafft', 'somit wüssten wir, wer der Übelthäter war', kann ich nur verstehen, wenn ich annehme, dass da ein Bedingungssatz zugehört hat, als zureichender Grund für den Konjunktiv (wenn alles stimmt, nichts dazwischen kommt etc.). Ähnlich: eine Lehrerin würde Unterricht gegen freie Station erteilen (= ist bereit) (wenn jemand ibr dazu Gelegenheit gäbe); ich möchte das haben (wenn ich könnte); du hast ihn beleidigt, Hans'. 'Und wenn schon’; auch frz. quand même ! (je l'aurais fait.) Den eigentümlichen Gebrauch unseres beziehungslosen Komparativs und Superlativs erkläre ich mir auch so: Sie stammt aus einer besseren Familie (als den ganz gewöhnlichen); das wird längere Zeit dauern (als die übliche). Es ist die höchste Zeit (bis zu welcher man warten darf); der Ärmste hatte drei Tage nichts gegessen.

Auslassung einer ganzen Reihe von Zwischengliedern.

Il ne paraît pas son âge, ebenso he does not look his age = il a l'air plus jeune que son âge ne le fait attendre. Paese che vai, usanza che trovi, eine wunderbar elliptische Ausdrucksweise für: Schicke dich in die Sitten des Landes, wohin du jedesmal kommst, in die usanza che trovi nel paese dove vai. Faire grève, ein ungeheuer zusammengezogener Ausdruck; eigentl.: nach der Place de la Grève (in Paris) geben, um dort Arbeit zu suchen; die keine fanden, blieben dort, um herumzulungern, und auch die, welche die Arbeit niedergelegt hatten, thaten das wohl; schliesslich kommt der Platz gar nicht mehr in Betracht und nur die Niederlegung der Arbeit bleibt übrig. Dire pis que pendre de q., einen in Grund und Boden schlecht machen, eigentl. von jmd. Schlechteres sagen als das, was das Hängen verdiente. Wie erklärt sich plus souvent, ich denke gar nicht daran, es zu thun, auch plus souvent que je le ferai? Wer ergänzt das wahnsinnig erscheinende dont auquel (argot) = unvergleichlich?

She was not without her suspicions of the real state of the case with him; but his behaviour had been so discreet that she had no immediate fears; and after all, if anything should come of it some years hence, her daughter might do worse (Tom Brown at Oxf. 335). Es fehlt das Zwischenglied: she would console herself to think that ..., und wenn je aus der Sache etwas würde, nun so tröstete sie sich mit dem Gedanken, dass ihre Tochter eine schlechtere Partie hätte machen können. He does not do a stroke of work, catch him at it, er thut keinen Schlag, wohl = If you don't believe it, try to catch him at it; ich suche meine Aussage nachträglich zu erhärten, indem ich den, der es nicht glaubt, berausfordere, den in Frage Stehenden beim Gegenteil zu erwischen; dann absolut: catch me! na, so blau, das sollte mir einfallen! A twelve penny nail is a nail of which twelve cost a penny. A subpoena, Aufforderung zu erscheinen, widrigenfalls Bestrafung erfolgt. It's not my money, es ist nichts für mich = it is nothing that I should like to buy for m. m. She is near her reckoning = confinement, eigentl. near the time when according her reckoning she will be confined.

Du musst nun gehen; warum bist du verheiratet! = du würdest nicht zu gehen brauchen, wenn du nicht v. wärest. Warum bist du's!

Ein grosser Teil der Bedeutungsänderungen, wenn nicht alle, erklären sich nur so. Beispiele sind schon im vorhergehenden genug gegeben. To be satisfied heisst auch: überzeugt sein. Wie kam dies? Ein Satz wie now if we are satisfied to believe ... may we not safely assume ..., wenn wir damit zufrieden sind zu glauben, zeigt es. To obtain heisst auch: gelten; these are the terms that obtain in the army, da muss doch erst ein Objekt wie acceptance gefallen, und dann muss durch Übertragung das Perfekt ins Präsens umgesetzt worden sein, wie I forget now nach I cannot recollect it now. to recall s. th., se rappeler q. ch., sc. to memory, à la mémoire. Damages ist Schadenersatz, damage Schade; dazu hat es nur kommen können durch die Verkürzung eines Satzes wie I will pay for the damages done. Attentat ist doch eigentlich nur Versuch, die volleren Formen to attempt a man's life und ganz vollständig to attempt to take a man's life klären uns auf. Wir nennen Speise kurzweg, was auch süsse oder Mehl-Speise heisst; 1 der Jäger nennt ein Schmaltier Tier, und deer wird auch nur dadurch sich verengert haben, dass eine nähere Bestimmung wie of the forest wegblieb; im Kapholländischen heisst die Kuhantilope hartebeest = Waldtier.

Die sogenannten Verschlechterungen kommen oft nur daher, dass man das näher bestimmende Adjektiv wegliess; so konnte drogue zu der Nebenbedeutung Schund kommen, sc. méchante, wie wenn wir von Zeug reden; sie ist nur eine Unterart der Verengerung; to animadvert upon, to remark, reflect upon, die alle = tadeln, hatten natürlich eine nähere Bestimmung, 'in tadelnder, ungünstiger Weise', bei sich. Abstrakta werden so Konkreta: la fonte = fer de fonte, une suspension = lampe de s.; une bonne rencontre = bon achat de r.; une dépendance = bâtiment, hôtel de d.; une pratique = un de ceux de la pr.; une connaissance Bekannter, Bekannte.

Es mag nur obenhin auf die Bedeutung hingewiesen werden, welche die Ellipse auch für die Gestaltung der Orts- und Personennamen gehabt hat. Sonderbar scheinende Namen hellen sich auf, sobald man bedenkt, dass bei ihnen etwas hinzugedacht worden ist. ‘Am Ende ist z. B. einer benannt worden, weil er am Ende des Dorfes sein Heim hatte, 'Rotschild', 'Schwarzschild', dessen Haus ein so gefärbtes Schild trug. So erklärt sich aus dem Winkel, 'Ten Brink' = zu dem, an dem Wasserrand; alle Adelsnamen mit von, zu, von der (von der Heydt = Heide) erfordern den Namen der Burg oder des Dorfes, um begreiflich zu werden, so Götz von Berlichingen; von der Schulenburg; über Dolores, Concepcion s. S. 352.

So ist meat, das früher nur Speise hiess, zu dem verengten Sinn von Fleisch als Rest von flesh-meat, wie noch in der Bibel zu lesen ist, gekommen,

Wir besprechen hier auch den sonderbaren Gebrauch des Begriffs Machen’ in verschiedenen Sprachen. Faire une ville, sagt der commis voyageur, eine Stadt kaufmännisch bereisen, abklappern; we did the town, wir haben uns alle Merkwürdigkeiten der Stadt angesehen; faire les bras, die Arme zu stark bewegen; faire l'article, seine Ware herausstreichen; faire de la bicyclette = pédaler; faire des armes, zur Übung fechten; faire le trottoir = aller au persil; le navire fait eau, nimmt Wasser ein; fait de l'eau, leckt; la faire à q. = en faire accroire à q.; ils m'ont fait cinquante francs, mir 50 fr. abgeschwindelt, ebenso they did me, sie haben mich gemacht; faire face à = montrer la face à; faire bonnes Pâques

= f. ses P.), Ostern zur Beichte gehen; faire le lundi, ebenso wir: blauen Montag machen.

How far did we do last lesson? wie weit sind wir letztes Mal gekommen? do my boots nicely, reinigen Sie meine St. gut; to do the door-steps, reinigen; to do Banting, die Bantingkur gebrauchen; we made all sail = set all our sails; to make out = find out; we made her out to be a brig of war; we made a strange vessel = sighted her; we made the harbour = entered.

Einen Ball machen, im Billardspiel, = treffen.

Die natürlichste Erklärung scheint mir die zu sein, dass ein Zwischenglied ausgefallen ist; z. B. faire le tour d'une ville, faire l'éloge de son article, faire sa confession de Pâques, faire un exercice de la bicyclette, er macht in Butter, nämlich Geschäfte; dies in lässt Auslassung ebenso vermuten wie das de in f. de la bicyclette, des armes. Es kann freilich jemand einwerfen, man gebrauche hier nur eine unbestimmte Bezeichnung für die bestimmte, die hätte gewählt werden sollen, vielleicht weil sich diese nicht gleich einstelle, wie wenn wir einen Gegenstand Ding(s), Dingsda, Dingerich, die Franzosen chose, machin, machine, die Engländer thing nennen. Aber so liegen die Sachen nicht. Machen, thun besagen, dass sie etwas hervorbringen; ich machte einen Kahn = stellte ihn her; mit we set all sail ist aber nicht gemeint, dass man Segel erzeugte, sondern dass mit ihnen etwas vorgenommen wurde. Sehr glaublich scheint mir jedoch, dass nicht eine Ellipse im strengen Sinne, wie wir ihn oben aufgestellt haben, vorliegt, sondern dass sich die Vor

Archiv f. n. Sprachen. CVIII.

stellung machen der anderen untergeschoben hat, weil eine Nebenvorstellung sich dazwischen drängte.

Was habt ihr denn gemacht? Blauen Montag haben wir gemacht, statt gefeiert; do my boots st. the cleaning of them. In manchen Fällen spricht gleich viel für die eine oder andere Annahme. Sieht man sich make haste an, so würde man zu 'mache, mache' gern 'Eile' ergänzen, vergleicht man es mit faites, so ergänzt man lieber es; so wenn in Sachsen allgemein gesagt wird: Wo machsten hin?, ich mache nach Halle = reise, hat vielleicht früher wirklich Reise dazu gehört.

Das sogenannte Anakoluth, das ja eine Konstruktion unvollendet lässt, um eine andere anzuschlagen, mag eine Gedankenellipse sein, der Form nach sehe ich es nicht so an. I waited for some weeks, when who should cut round the corner but my little fair-headed boy? die erste Vorstellung when my l. b. turned r. ist durch who, do you think, should t. r. im Werden gestört worden.

Zweifelhaftes. In la terre est apogée, aphélie sind diese gelehrten Ausdrücke wohl Adjektive; in c'est un père La Joie, ein lustiger Bruder, ist La Joie wohl scherzhaft gemeinter Eigenname, wie in Mr. Right, der richtige Mann. I have given him what's for, ich habe ihm gehörig eins ausgewischt; was fehlt da? Ist in I kissed her good bye, for (g. b.) zu ergänzen oder ist es Analogiebildung zu I bade her g. b.? To set people by the ears, Leute aneinander hetzen; ist es = to set p. so that they fall together by the ears? set heisst bekanntlich auch hetzen. Wie entstand have at you, nimm dich in acht? Ist bei have with thee, welches = I follow you, me zu ergänzen? On every day, rain or shine. Ist rain, shine Subst, oder Zeitwort? Müssen wir hier eine Nachwirkung des Ae. erkennen? Let the horse run its fastest; müssen wir hier ein Hauptwort wie Trab ergänzen oder war f. von Anfang an Neutrum ?

Sollten die vorstehenden Ausführungen nicht vermögen, das Dasein der Ellipse zu beweisen, so geben sie vielleicht Anregung, die merkwürdigen sprachlichen Erscheinungen, die ich durch sie aufzuhellen versucht habe, befriedigender zu erklären. Berlin.

Gustav Krueger.

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