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Man sieht sogleich, daß angenommen werden kann, daß diese Asche weder Schwefelsäure noch Kohlensäure, noch ChlvZn enthalte. Das letztere wenigstens kam nur hie und da vor, und dann in so kleinen Quantitäten, daß wir zu der Annahme geführt wurden, daß feine Anwesenheit in der Asche eines vollkommen reifen Korns nur zufällig, oder auf jeden Fall nicht wesentlich, sei. Durch die häusige Abwesenheit von Soda, ferner, und die Unsicherheit ihrer Bestimmung, welche oben angedeutet worden, werden wir veranlaßt, dieselbe als ein gleich unwesentliches Ingredienz in der Wcizcnaschc von vollkommen gereiftem Weizen anzusehen. Schließt man demnach Ehlorin, Soda, das Eisen vom phosphorsaurem Eisen, aus, ferner jene Portion als unauflöslich gesammelter Stoff, welcher in Kieselerde auflöslich gewesen sein mag — wovon das Ganze sich durchschnittlich auf sehr wenige Prozente beläuft — so sieht man, daß die Asche des Weizcnkorns wesentlich nur aus phosphorsauren Salzen besteht, wovon die Basen Kali, Talkerde und Kalk sind. Das Kali beträgt beinahe einen Dritthcil der gesammtcn Asche; die Talkerde eher mehr als einen Drittheil des Kali, nnd der Kalk etwa eine» Drittel der Talkerdc.

Vergleichen wir nun die Analysen der acht verschiedenen Aschenportionen in 1844 mit einander, jene der sieben in 1345, oder der sechs von 1847, mit Berücksichtigung der Düngmittel, durch welche die Frucht gezogen murdc, so wird die Behauptung nnmöglich, daß diese irgend einen direkten und deutlich bestimmten Einfluß auf die Zusammensetzung der Asche des Kornes hatten. So finden wir, wenn wir aus die Tabelle für 1844 sehen, daß mehrere mit drittel-phosphorsaurem Kalk gedüngte Stücke eine Kornasche gaben, »elche kein höheres Prozent Phosphorsäure enthielt, als jene des »«gedüngten Stückes. Ferner, wo Kali beigesetzt wurde (Stücke 15,16 und 13), ist das Prozent desselben in der Asche nicht größer, als das Durchschnittsprozcnt der Fälle, wo es nicht angewendet wurde. I» dem einzigen Falle weiter wo Soda, (Stück 16.) gebraucht wurde, wird deren keine in der Asche gefunden; noch ist endlich das Prozent Talkcrde durch die Verwendung derselben im Dünger sichtlich nermchrt. Eine ähnliche dctaillirte Betrachtung der Zusammensetzung der Asche der Jahre 1345 und 1846 würde, wie bereits angedeutet, zu einem ähnlichen Schlüsse führen. I» der That scheinen die Verschiedenheiten in der Zusammensetzung dieses angenommenen reifen Produkts, je nach dem Dünger, durch welchen es gezogen wurde, kaum über die Grenzen des Jrrthnms in der Manipulation der Analyse hinauszugehen; ein Fall wenigstens der Duplikat-Analyse derselben Asche jedoch, nämlich jene von No. 9 in 1344, zeigt, daß der Variationskreis ans dieser Ursache nur gering war; in dem anderen (No. 17.1845) war derselbe etwas größer.

Obwohl die Genauigkeit der Analysen nicht so groß sein mag, daß sie die Verschiedenheit in der Zusammensetzung, wenn eine solche vorhanden ist, als vom Dünger abhängig zeigt,' wird sie doch hinreichend gefunden, zu zeigen, daß die in dcinGrade d er En t« icklu n g und d^es Reifens bemerkten Differenzen von dem Jahre abhängen. Ehe wir die Aufmerksamkeit auf die diesen Punkt veranschaulichenden Zahlen lenken, müssen wir bemerken, daß das Jahr 1345 während der dreizehn Jahre unseres fortwährenden Weizenanbaues für das Reifen des Kornes bis an eines das schlechteste, das von 1846 beinahe das beste, war. Und in Uebercinstimmung hiermit und mit den, in Verbindung mit Tabellen I. und III., gezogenen, Schlußfolgerungen werden wir finden, daß die Abweichung in der Zusammensetzung der Asche, wenn man ein Jahr mit einem andere» vergleicht, bei weitem die größte im Produkte des Jahres 1345 war, wo die Frucht schlecht reifte, und bei weitem die geriiuste im Jahre 1846, welches die Frucht gut zur Reife brachte. Dieser Punkt und einige andere Punkte werden in folgender übersichtlicher Tabelle, No. vil., veranschaulicht:

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In der ersten Abtheilung dieser Tabelle sieht man, daß bei „Phosphorsäure* die Verschiedenheit im Prozent unter den verschiedenen Fällen in jedem Jahre am größten war in 1845 und am geringsten in 1846 z beim phosphorsaurem Eisen und am größten in 1845; beim Kali in 1845; viel kleiner und ungefähr gleich in 1844 und 1346; bei der Sod a ist sie^bei weitem am größten in 1845 und bei weitem am kleinsten in 1846; bei der Tal kcrd e wieder bei weitem am größten in 1845 und am kleinsten in 1846. Beim Kalk haben wir eine Ausnahme dieser allgemeinen Darstellung, welche von den zwei niederen Beträgen desselben in No. 2 und 3,1846, abhängt; sollten jedoch diese in der am Ende der Tabelle vi. angedeutete» Richtung wirklich irrig sein, so würde die Darstellung dieselbe sein, wie für die anderen Bcstandthcile. Wir haben demnach in den Umständen der Jahre und in den verglichenen, mit diesen Wechseln cvinzidcntcn, Charakteren des Produktes den Beweis, daß für eine und dieselbe Art Korn in perfekt reifem Zustande die Zusammensetzung der Asche, innerhalb gewisser enger Grenzen, konstant ist.

So weit es die Bestandtheile der Asche des ganzen Weizenkorncs betrifft, haben wir ferner nur die Aufmerksamkeit auf die drei anderen Abteilungen dieser Ucbersichtstabclle No. vil. zu lenken. In dieser werden nebeneinander gezeigt:

In der zweiten Abtheilung der Tabelle, die mittlere Zusammensetzung der AschenPortionen für jedes der drei gesonderten Jahre.

In der dritten Abtheilung, die mittlere Zusammensetzung für die drei Jahre zusammen:

von der Kornasche vom ungedüngten Stück;

b. von jener vom mit Farmyarddünger gedüngten Stück;

«. von der Kornasche von allen mit den anderen Düngmitteln gedüngten Stücken, während den drei Jahren, 17 Fälle umfassend, und

In der vierten und letzten Abtheilung die mittlere Zusammensetzung sämmtlicher von uns selbst analysirten Kornaschenportionen , 23 an Zahl, neben der mittleren Zusammensetzung von 26 Analysen der Wcizcnkornasche von verschiedenen Arten oder in verschiedenen Lokalitäten gewachsenem Weizen, welche von Mr. Way veröffentlicht wurden.

Wir gehen in sehr wenige Detailbesprechungen dieser mittleren Resultate ein, da die Punkte, welche sie veranschaulichen, bereits angedeutet worden sind. Vorerst können wir bemerken (worauf wir ferner zurückkommen werden), daß das mittlere Prozent von Kalk am kleinsten ist im schlechten Jahre 1845, am größten im guten Jahre 1846. Ferner ist es durchschnittlich größer von den gedüngten Stücken, als von den ungedüngten. Wir mögen vielleicht hier anticipircn, wenn wir sagen, daß die Ucbcrcinstimmnng mit dem stehe, was wir später zu bemerken haben, nämlich, daß die Asche des feineren Mehls — wovon eine größere Proportion im Korne der Jahre sich findet, in welchen «s am besten gereift hat — mehr Kalk enthält, als jene des gröberen uud mehr Kleie enthaltenden Kornes.

Endlich möchten wir in Bezug auf diese summarische Tabelle die Aufmerksamkeit auf die mittlere Zusammensetzung der Weizenkornasch« von 26 Analysen, gegeben von Mr. Way, neben derjenigen von 23, zu Rothamsted gezogenen, Mnstcrn. Mr. Way'S Analysen, wie die unscrigen, zeigen, daß Weizenkornasche wesentlich ans phosphorsaurem Kali, phosphorsaurer Talkcrde und phoöphorsaurcm Kalk besteht. Er jedoch gibt, wenn wir Kieselerde ausnehmen , höhere Basisprozente,^und ein niedrigeres Prozent

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