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sctzung vcgetaiilen Stoffes und die Aneignung durch Pflanzen dieses und des umgebenden mineralischen Stoffes, welche zusammen einen so großen Theil ihrer Nahrung bilden. Es verursacht das Verhärten des Landes im Sommer und dessen Aufschwellen im Winter und so Beschädigung, wo nicht gänzliche Zerstörung, der Ernte. Zu den Wurzeln der Pflanzen verwehrt es den Zutritt der Luft mit ihren befruchtende» Eigenschaften, welche zu ihrem kräftigen Wachsthum und ihrer frühzeitigen Reife so wesentlich sind. Es findet Ausdünstung statt, die Kälte verursachend, über die geklagt wird, und es bilden sich vegetabile Säuren, die Säure veranlassend, so daß diese Ländercien in Wahrheit kalt und sauer sind. In angemessener Proportion sind diese vegetabilcn Säuren wirklich nützlich, allein es ist das Ucbcrmaaß derselben, das so viel Schaden verursacht. Da der Boden trocken ist und die Ernten folglich spät, so sind sie weit mehr dem Rost, Brand, Mehlthau und den Frösten unterworfen, als die auf warmem Boden. Viele der gewinnbringendsten Ernten des Breitengrades können auf solchem Boden nicht produzirt werden wegen seiner Kälte und daherigen Verzögerung, die Vegetation zur Reife zu bringen. Statt lockerer, fetter Cede wendet der Pflug Klössc um; statt schwerer, reichlicher Ernten, meist für den Markt als Gewinn seiner Arbeit, sammelt der Landwirth einen mageren Ertrag seiner Mühe ein und ist bei all seiner Klugheit kaum im Stande, ohne Verlust davon zu kommen. Viel von der Krankheit neuer Länder wird durch dieses stagnante Wasser erzeugt. Es erzeugt ebenfalls viele Insekten, welche eine Pest für den Farmer werden, einige davon für das ganze Gemeinwesen. Gegen alle diese und andere dergleichen Folgen dieses großen Ucbels ist vollständige Drainirnng ein wirksames Heilmittel. Der drainirtc Boden behält nur so viel Feuchtigkeit zurück, als zum besten Wachsthum und zur vollständigen Entwicklung der Ernten nothwcndig ist. Die Ursachen von Kälte und Säure werden entfernt und an ihre Stelle treten Quellen von Fruchtbarkeit, welche das produktiv machen, was einst beinahe öde, und dag werthvoll, was einst ganz werthlos war. Der Wechsel ist viel stufenmäßiger, als im Falle von Sumpfland. Zeit wird erfordert, diesen großen Wechsel zu Stande zu bringen, welcher, obgleich allmählig, dennoch sicher ist. Das Uebel hat lang bestanden, so daß Niemand zu erwarten braucht, daß es in allen Fällen augenblicklich oder in einem einzelnen Jahr entfernt werden kann. Das erste Jahr wird immerhin eine große Veränderung, bisweilen eine vollständige, nachweisen z allein folgende Jahre werden die Wirksamkeit vermehren. Viele unterschätzen die Wirkung der Drainirnng auf solchem Boden, weil sie die vollen Früchte ihrer Arbeit nicht auf einmal wahrnehmen. Obwohl gewöhnlich unmittelbar reichliche Erträge folgen, müssen wir jedoch auch in dieser, wie in vielen anderen Verbesserungen, wenn wir die vollen Früchte unscrer Mühen sehen wollten,

„Lernen arbeiten und warten.'

Uiitergrundpflügen ist für einigen Boden eine sehr werthvolle und vollkommen wirksame Art Drainirnng, aber unzureichend in Nässe. Seine Wirkung im Vertiefen des Bodens und so, mittelst ^Absorption, in Beförderung des Entweichen« überflüssigen Wassers macht es sehr wcrthvoll; in sehr nassem Boden jedoch wird uns nur die Aufhebung von Graben die gesuchten Vortheile verschaffen.

Ich habe bereits bemerkt, daß bedeckte Graben offenen vorzuziehen sind. Solches ist der Fall an allen Orten, außer wo die zu entfernende Wassermenge sehr beträchtlich ist. Die Gründe für diesen Unterschied sind: bedeckte Graben drainircn den Grund besser; wenn gehörig gemacht, füllen sie sich selten an und involviren folglich wenig Auslagen für ihre Reinigung; sie nehmen keinen Oberflächengrund in Beschlag und bedürfen bald weiter nichts mehr, und obwohl die ursprünglichen Kosten größer sein möge», sind sie dennoch am Ende billiger. Sie lassen besser Seitcngraben zu, als die offenen. Einer, welcher ans Erfahrung zu sprechen behauptet, sagt: .eine Unterdrainirung wird dreimal so viel Boden drainiren, als eine offene." Bei der letzteren muß der Pflügcr wenden, auf jeder Seite zu einem Wenderaum 1/4 bis einen ganzen Acker, oder sogar mehr, übrig lassend; über die erstere aber kann er ohne die mindesteJnkonvcnicnz fahren. Statt einen oder zwei Acker des fruchtbarsten Landes der Produktion von Unkraut und Gebüschen, wie es so oft geschieht, zu überlassen, zieht er auf demselben Bodentheile das' beste Getreide auf seinem ganzen Felde. Werden zahlreiche Graben erfordert, wachsen diese Gründe an Wichtigkeit.

Wir sollten die Thatsache nie ans dem Auge verlieren, daß die Wichtigkeit und der Vortheil des Drainircns nicht allein aus dem Ablasse» des Wassers, sondern auch aus dem Ei ndrin gen lassen derLuft in denBodcn rcsultirt. (Sieh Versuch von R. I. Gatling, Esq., in Indiana Ackerb. Bericht für 1854-5.) Beide Zwecke sind verwirklicht, wenn immer Land vollständig drainirt ist. .Wurzeln sowohl, als Blätter, verlangen Luft/ sagt ein Anderer. Obwohl die Atmosphäre ihren Theil enthält, liegt dennoch die Nahrung der Vcgctabilien hauptsächlich im Boden. Der Zu, tritt von Luft und Wärme zu ihren Wurzeln ist uothwcndig zur Bereitung dieser Nahrung und zur vollkommenen Entwicklung der Pflanze. Wenn der Boden mit Wasser gcdränkt ist, wird die Luft ausgeschlossen. Wärme deßgleichcn, so wesentlich zur Vervollkommnung der Vegetation wird, wie hernach vollkommener erklärt werden wird, mittelst Ausdünstung weggezogen, den Bode» kalt, schwer und leblos lassend. Auf der anderen Seite, wird das überflüssige Wasser abgezogen, so nimmt die Luft dessen Stelle ein. Alsdann sind die Höhlungen, statt sich mit kaltem, stagnantcm Wasser zu füllen, das als Gift für die Vegetation wirkt, mit warmer Luft angefüllt, welche dieselbe kräftigt und ihr Leben verleiht. Da Luft kein so guter Wärmeleiter ist, wie Wasser, so wird die von der Erde aus verschiedenen Quellen erhaltene Wärme nicht so schnell abgegeben und die Temperatur des Bodens ist folglich höher. Ans demselben Gründe behält er, wenn einmal erwärmt, seine Wärme lange Zeit. Die Temperatur ist so regelmäßig, was für die Pflanze viel besser ist, als Extreme von Kälte und Hitze. Wie bereits angedeutet, enthält aller kalte Bode» vielen unzcrsctzten vcgetabilcn Stoff, der, wenn gegoren und versetzt, ihm einen sehr werthvollen Dünger liefern würde.

Wärme und Luftzutritt sind nothwendig zu dieser Zersetzung. Mit der Entziehung der überflüssigen Feuchtigkeit und der dahcrigen Zulassung von Luft und Steigerung der Temperatur sind diese Erfordernisse gegeben. Zersetzung greift alsdann Platz und neue Quellen der Fruchtbarkeit werden entwickelt. Obgleich Wärme erforderlich ist, diese chemischeThätigkcit zu entwickeln, produzirt dennoch auf der anderen Seite die Auflösung eine Vermehrung der Hitze. Jeder Farmer kann einen präzis ähnlichen Prozeß bei seinem Stalldünger wahrnehmen. Ohne Wärme und Hinzutritt von Luft wird derselbe durchaus nicht gährcn, mit diesem aber in gehörigem Verhältnis, wird Währung erzeugt und^es entwickelt sich eine große Wärmemenge während die Zersetzung vor sich geht. Da Wärme und Luft im Boden vorhanden sind, geschieht die Zersetzung rasch und das Wachsthum der Pflanzen ist verhältnißmäßig schnell. Diese chemischen Wechsel und daraus folgende Vermehrung an befruchtenden Eigenschaften geben dem Boden eine dunklere Färb,, und die Chemie lehrt uns, daß die Sonnenstrahlen oder Wärme in irgend einer Form de» schwarzen Boden bis auf viel größere Tiele durchdringt, als einen wciße» oder gelben. Solcher Boden ist Wärmer selbst im Winter, so daß er weniger tief gefriert. Die Wintcrrcgcn und der schmilzcnde Schnee finde» leichteren Zutritt z» den Abzugsgräben, weil hier weniger Eis und gefrorne Erde vorhanden ist; und hinwiederum findet sich weniger Wasser an der Oberfläche, um zu Eis werden. Wasser verliert beim Gefrieren I4<_> Gr. Wärme. Ist das gefrornc Wasser auf der Oberfläche, so wird dieser ganze große Wärmcbctrag an die Atmosphäre abgegeben; wenn unter der Oberfläche, so enthält die Atmosphäre immer noch eine große Portion. Die Winde und andere atmosphärische Stömungen fuhren siel von diesem weg. Kömmt der Frühling, ehe dieses Eis anfgelöst worden, so muß von irgend einer Quelle ein gleicher Wärmcbetrag gezogen werden. Während jener Boden, welcher frei von Eis ist, durch den milden Einfluß des frühen Sonnenscheins sich erwämrt und bereits die Vegetation hcrvorzuschicßcn veranlaßt, absorbirt der eiebedcckte Theil alle Wärme vou oben, unten und ringsherum iu dem beinahe vergebliche» Bemühen, seine kalte Decke von seiner Oberfläche zu entfernen. Man steht also, daß je größer der Betrag von Wasser ist, welcher auf oder unter der Oberfläche gefriert, desto kälter die Erde sein muß, und desto später die Vegetation im Frühling. Drainirung gibt, wie ich nachwies, theilmeise Befreiung von dieser Ursache der Kälte.

In Folge der vermehrten Wärme drainirten Bodens ersteht Vegetation früher im Frühling; sie wächst auch später im Herbst und ist weniger der Gefahr unierworfen, durch frühe Fröste zerstört zu werden , und , was mehr als dieses Alles ist, der warme, poröse, befeuchtete Boden verursacht ein rasches Wachsthnm im Sommer; die vereinigte Wirkung hicvon besteht in einer Vermehrung des Ernteertrages. Es gibt dem Farmer eine längere Anbauperiode, indem er nicht nur früher und später in der Jahreszeit, sondern auch bald nach einem Regen, Pflügen kann. Ich habe Farmer auf drainirtem Bode», dcrmeist Sumpfland war, pflügen gesehen, während das undrainirte hügelige Land zu naß war, es zu gestatten.

Drainirung wird nach den angeführten Thatsachcn für den Farmer ein Heil- und Schutzmittel. Rost, Brand, Mehlthau :c. sind für ihn sehr verderbliche Feinde geworden, bcsondern beim Weizen. Später Weizen bleibt selten vom Noste verschont, während früher selten von demselben afflzirt'wird. Der Weizen auf drainirtem Boden, weil früher, hat im Allgemeinen herangereift, che die Zeit des Rostens erscheint. Es ist auch viel Grund, zu glaube», daß Weizen auf drainirtem Boden, selbst wenn nicht früber, weniger jenen Krankheiten unterworfen ist, welche so oft die Hoffnungen des Wcizenbauerns vernichten, als der auf kaltem, nassem, klebrigem Boden gewachsene. Mr. Johnsto», von New Jork, wahrscheinlich der am meisten erfahrene Drainirer in Amerika, behauptet, daß er seinen Weizen mittelst Drainirung vor der Fliege rettete, was eine frühe Ernte anstoßende sicherte.

Die Zerstörung des Weizens im Winter durch Aufschwellen des BodenS wird ebenfalls verhindert. Jeder Beobachter wird bemerken, daß es stets auf nassem Boden ist (wie die Höhen von Schluchten und schwerer Thonboden,) wo dies Platz greift. Der Grund ist leicht erklärlich. Wasser dehnt sich während des GefriercnS aus. Steht vieles davon um die Wurzeln des Getreides herum, und dehnt es sich beim Gefrieren anS, werden die Wurzeln lose gerissen und oft gebrochen. In nnscrcm Klima treten im Winter gewöhnlich einige Thauc und Gefricrungen ein. Die Wurzel» werden dadurch beinahe ans der Erde gehoben und gehen ganz zu Grunde oder bewahre» nur eine kränkliche Eristenz. Gute Drainirung ist ein wirksames Hülfsniittel.

Bei allem Boden, der ein Ucbermaaß von Fenchligkcit hat, müssen wir, wenn zu dessen Entfernung keine Graben erstellt werden, unS auf Ausdünstung verlasse». DieS kann niemals Wärme und einen lockeren Boden erzeugen, sondern muß statt dessen Kälte und einen schweren Boden prodnziren. Ich muß wieöcr auf Chemie Bezug nehmen. Durch diese Wissenschaft werden wir gelehrt, daß ein großer Wärmcbctraz von der Erde abstrahirt wird, wenn immer Ausdünstung von der Oberfläche stattfindet. Kälte des Bodens, eines der zu heilenden Uebcl, wird so vermehrt. Die größte je künstlich erzeugte Kälte wurde mittelst Ausdünstung produzirt. Diese war Gr. unter dem Gefrierpunkt, Fahrenheit. Bei dieser Temperatur gefriert selbst Alkohol. „Bei der Ausdünstung von Wasser werden beinahe lvlX) Gr. Wärmcstoff absorbirt." (Siehe Grav's Chemie.) Wasser, oder eine andere Flüssigkeit, gefriert schnell, wen» schnelle Ausdünstung von der Oberfläche des dieselbe enthaltenden Gefäßes veranlaßt wird. Selbst wenn man sich darauf verlassen könnte, daß Ausdünstung am Ende das llebermaaß von Feuchtigkeit entfernen werde, würde die Operation eine lange sein und der, Boden vor ihrer Vollendung großer Beschädigung unterliegen.

Nach Berechnungen — natürlich nicht absoluten, sondern nur approximativen — haben wir Grund zur Annahme, daß bei der gegenwärtigen Drainirung nicht mehr als l/w des Wassers, das in's Mississippi Thal fällt, in den Golf von Mexiko und dem Mississippi Flnß sich entladet. Der Rest wird hauptsächlich durch Ausdünstung weggenommen. Wenn nun jede ausgedünstete Gallone genug Wärme entzieht, 5>/2 Gallonen vom Siede, zum Gefrierpunkt zu bringen, wie man un? sagt, welche ungeheure Menge Wärme wird vom anliegenden Boden absorbirt, welche, wenn zurückbehalten, sowohl früher als später der Bcgetation Belebung verleihen würde I In einem System «ollständiger Drainirung finden wir eine Methode, durch welche wir jeder drainirtc» Farm eine reiche Portion ihres Anthcilcs — vielleicht alle welche uothendig ist , retten können.

Ein ferneres Element bei Erwärmung der Erde wird auch »och in den warmen Regen und Thauen gefunden, welche auf die Erdoberfläche fallen und durch dieselbe in die Graben flltriren, ihre Wärme den Erdlheilchen mitthcilend, mit welchen sie in Berührung kommen. Im Sommer ist die Atmosphäre wärmer, als die Erde. Der Unterschied beträgt mehrere Grade und produzirt ein sehr bedeutendes Resultat. Soviel in Bezug auf die vermehrte Wärme.

Allein der Boden wird durch Drainirung nicht allein warm gemacht, sondern zugleich porös, so daß die Pflanzenwurzeln die Erde nach jeder Richtung auf eine große Entfernung durchdringen und sich jene Nahrung suchen, welche nicht bloß zu ihrem Wohlbefinden, sondern selbst zu ihrer Existenz »othwendig ist. In dem undrainirtcn, nassen Boden können sie einen nur ungenüglichen Vorrath gewinnen und bieten mit ihren kranklichen Blättern und^Stämmen eine ebenso unansehnliche Erscheinung, wie ein halb ausgehungertes Thier. Die Wichtigkeit der Zulassung von Luft, sowohl als ein Resultat als ein Mittel bei der Produktion von Leichtigkeit des Bodens, kann nach einer schlagenden und passenden Vcrgleichung von Mr. Galling beurthcilt werden. Er sagt: „die Anwesenheit und^ der Einfluß der Luft in dem und für den«Boden ist gleich demjenigen der Hefe für einen Laib Brod." Es muß erinnert werden, daß, wenn der Boden leichter geworden ist, die beim Anbau erforderte Arbeit sowohl für Menschen als Thiere, und die daherige Ausgabe viel geringer sind. Dies macht n vielen Fällen einen merklichen Unterschied

Drainircn ist wesentlich zur gehörigen Wirkung des Düngers auf nassem Lande. Obwohl Pflanzen ohne einen Borrath süßen Wassers nicht leben können, so ist dennoch, wie ich bereits erwähnte, stagnantcs Wasser um ihre Wurzeln sehr schädlich. In diesem Zustande sind die vegctabilen und mineralischen Düngmittcl im Boden beinahe verloren und selbst angewendeter Dünger wird sie nicht gedeihen machen. Die Wirkung wurde sehr passend mit der von Futter.auf den menschlichen Magen verglichen. Ein Schriftsteller sagt: ,cs ist ebenso nutzlos, ein Feld zu düngen, das nicht drainirt, als einen Magen zu futtern, der nicht verdaut." Ist der Magen krank, wird das, was Nahrung sein sollte, Gift sein; so in diesem Falle: was nahrhaft sein sollte, liegt da als eine todtc Masse. Jeder kann die Nichtigkeit dieser Schlußfolgerung an Blumen in gewöhnlichen Blumentöpfen prüfen, deren jeder eine Ocffnung im Boden für den Abfluß stagnantcn Wassers hat. Während die Ocffnung offen gehalten ist, blühen sie; ist sie aber geschlossen, werden sie bald ungesund, erschlaffen und sterben dahin, wofern sie nicht sehr stark sind. Aus auf den letzten zwei oder drei Seiten angegebenen Gründen erfordern drainirte Ländereicn, selbst wen» sie von Natur von untergeordneter Qualität sind, weniger Dünger zur Fruchtbarkeit. Ein Schriftsteller sagt: ein Fuder Dünger auf drainirtcn Boden sei drei auf uudrainirten werth, und Viele bestätigen dies. Ein Anderer sagt, „daß Ausbreiten von Dünger auf eine Oberfläche, welche vier Monat im Jahre mit Wasser bedeckt ist, ihn nur wegwerfen heiße." Dünger wird gewöhnlich auf die Oberfläche geworfen, in Haufen oder zerstreut, und bleibt, bis er von Regen aufgelöst und darauf in kleine und von diese» in große Flüsse geführt wird; oder er bleibt, wenn er nicht so weggeführt wird, bis seine Kraft durch Ausdünstung verloren ist. In jedem Falle geht eine große Portion verloren. Sind aber diese Felder durch Drainirung gelockert worden, dringt der fallende Ncgcn bald in die Erde und legt, indem er nach den Abzugsgräben geht, fette Theilchcn, welche er vom Dünger absorbirte, nieder, so daß nichts verloren geht. Man verstehe mich nicht so, als empfehle ich dieses Düngungssustcm; allein, wenn ausgeführt, wird das Resultat ein solches sein. Die zahlreichen und langen Wurzeln, welche Pflanzen in porösem Grunde prodnziren, ziehen nicht bloß für die gegenwärtige Ernte Nahrung an sich, sondern die meisten derselben s bleiben im Boden, und liefern in ihrer Zersetzung fetten Dünger für die folgenden Ernten.

Während ich de» Gegenstand des Düngers und die vortheilhaftcn Wirkungen des Grabcnöffncns bespreche, darf ich nicht unterlassen, Rcgcnwasscr als eine der wichtigsten Quellen der Fruchtbarkeit zu erwähnen — eine solche, welche in nassem Boden ohne Graben nicht entwickelt werden kann. Ncgenwasscr, wie es auf die Erde fällt, enthält eine große Menge Ammonium, Kohlensäure :e. Ich sprach von den schädlichen Wirkungen, welche erzeugt werden, wenn das Wasser lange an der Oberfläche bleibt oder verdünstet; allein, wenn es durch den Boden sickert, werden das Ammonium und andere befruchtende Elemente absorbirt und gewähren der Frucht reichlichen Dünger. Es wird berechnet, daß der Regen, der in einem Jahre auf einen einzelnen Acker fällt, 100 Pfd. Ammonium, ein sehr wcrthvollcs Diingmittcl für Weizen, Korn und anderes Getreide, enthält — wcrthvollcr^als selbst der in neuerer Zeit von Ackerbauern so hoch geschätzte Guano. Ammonium ist ebenfalls in der Atmosphäre enthalten und wird ans ihr von der Ecke durch Berührung absorbirt. Dieses gewünschte Resultat wird am wirksamsten

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