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»atc, um den Erfolg der größten jährlichen Ausstellung der Produkte des Westens zu sicher» und hr Interesse i» jeder Abtheilimg des WissenS über Mechanik, Ackerbau und Viehzucht zu erhöhen. Alle Umstände habe» in soweit zur Erlcicklcinng der außerordentlichen Anstrengungen beigetragen und alle äußeren und inneren Thaisachc» in Verbindung sind glückliche Anzeichen des ollcudctstcn Triumphes in dein Unternehmen, welches die Königin des Westens und Hamilton County zur Befriedigung des Volkes von Ohio leitend begonnen haben.

Es ist zur Zeit kaum nothwcndig, mehr im Einzelne» auf die beschwerlichen Pflichte» aufmerksam zu machen, welche durch diejenigen erfüllt werde», welche die Verantwortlichkeit übernommen, ein Werk von solchem Umfange und solcher Schwierigkeit in der Ausführung zu leite». Es genüge zu sagen, daß sie soweit ihre Mission in edler Weise erfüllt haben und am Ende die Zwecke, welche sie so eifrig anstrebte», erreichen werden.

Die erste Fair unter den Anfpizicn dcS Staats-Ackerbcmrathcs wurde während des Herbstes von l8öl) in dieser Stadt abgehalten. Als ei» Versuch war sie ausnehmend erfolgreich und wir hoffen, während der gegenwärtigen das Volk Ohio's zu belehren uud zu überzeugen daß, ungeachtet der Thaisachc, daß Cincinnati in der südwestlichen Tasche des Staates liegt, es praktisch der Mittelpunkt desselben ist und daher der eigentliche Ort für alle Ohio Staalefairs, welche hiernach zu halten sind. Seit lttül) hielt der Rath an verschiedenen Orten jährlich eine allgemeine Fair, wovon jede pekuniär erfolgreich war, und nicht minder erfolgreich in der Entwicklung der öffentlichen Meinung zu einem thätigen Verständniß der Wohlthatc», welche aus einer Vcrglcichung der Vorzüge der Erzeugnisse in den manigfalligc» Abteilungen der Ackerbauende »nd der Mechanik abzuleiten sind; aber nicht eine erwies sich dem Publikum im Ganzen so befriedigend, wie cs wünfchbar war, wegen der einfachen und »nläugbarcn Thaisachc, daß nicht ciue eiuzige Stadt außerhalb Cincinnati sähig war oder ist, den großen Mcnschcnmasse», welche solche Ausstellungen besuchten oder besuchen werden, ein komfortables Unterkomme» zu gewähren. Dieser Punkt bedarf keine Erläuterung. Er ist handgreiflich und drangt sich von selbst nnwiedcrstchlich der allgemeinen Erfahrung und Beobachtung zuf.

Unsere Vortheile sind unzählig. Allein einige müsse» erwähnt werden. Cincinnati ist das kommcrziclle Emporilim cineo der schönste» Ackcrbaudistriklc der Welt und der Sitz ausgedehnter und manigfaltigcr Fabriken. Seine Blumen-, Gctreidc- und vegetabilische» Produkte sind als «nnbcrtroffe» anerkannt und sein Nnf als Sitz des Wcinpflanzcrdistrikts des westlichen Contiuents reicht so weit wic die Civilisation. Ter Ruf seiner Künstler, Mechaniker und Ersindcr dchnt sich soweit als die Union und es ist der große Brennpunkt, von den, ausstrahlend unzählige Bahnen in das Hcrz des Landes, nach jedem Bruchthcile seines Umkreises, dringen; und endlich, was nicht gering angeschlagc» werden darf, können und werden nnscre Gasthöfe »nd gastfreundlichen Bürger, wenn nicht mit großem Aufwände, so doch komfortabel, eine größere Anzahl Gäste unterbringen, als noch je unter unseren wirthlichcn Dächern cinlogirt gewesen sind.

Die Fairgründt

wurden mit Umsicht ausgewählt. Die durch hohe und solide Fenzen umschlossene Bodcnflächc umfaßt achtnnddrcißig Acker. Der südliche Thcil besteht aus einem erhöhte» Plateau, das eine schöne Aussicht auf die Nascncbcnc gewährt, welche den Nest desCinfanges in sich schließt, sowie eine liebliche Ansicht des schönen MillcrcckThales, bcgrönzt durch hohe Reihen waldbekleidctcr Hügel mit nntcrstrcntcn, eleganten Wohnhäusern mid reichen Obst- und Blumengärten. Der erhöhte Thcil der Gründe ist durch einige schöne Schattenblume geschützt und mit einem ichweren grüne» Rasen bedeckt und der Fuß des» selben bildet den Rand eines nie versiegenden Flüßchcns, welches einen hellen Strom kühlen Wassers liefert, um de» Durst der Masse» zu löschen. Hie und da finden sich schön angelegte Springbrunnen vcrthcilt, von welchen fantastische Wasserstrahlen zwanzig Fnß hoch in eine reine und liebliche Almosphärc aufspringen, Kühle und Wohlgcrnche verbreitend.

Keine Stelle in der Umgebung Cincinnati's hätte wohl gewählt werde» können, welche so gut berechnet wäre, die Ausdehnung der Stadt zu zeige». Noch hätte eine andere von so leichtem Zugange gewählt werden können. Die Hamilton Pike liegt an der östlichen Grenze — eine breite, ebene Avenue, welche zahllosen Fuhrwerken Raum gestatten wird. Der Miami Canal an der oberen Seile der Pike bietet eine andere und vielleicht anzenchmcre Transitroute. Auf der Westseite findet sich die Cincinnati, Hamilton und Davton Eisenbahn, welche Tnnsendc akkommodiren und binnen wenigen Ruthen von dem Sonnenunterganglhorc absetzen wird. Auf derselben Seite ist die berühmte ^Kothstraße/ in welche man tritt, indem man sich zur Linken des Brighto» Hause und von da ei» Paar hundert Jards weiter rechts wendet; oder eine bcqncmcre Route kann gefunden werden, wenn man der Frcmont Straße bis zu dem Punkte folgt, wo sie die Hochstraße" schneidet.

Departemente der Ausstellung.

Das Hanptcintrittsthor und die Tickctofficen liegen mittel Weges von den Fairgründen, auf der Hamilton Pike. Beim Eintritte rechts beginnt die Stallung für das Vieh, bildet einen Umkreis um zwei Drittel des Fairgrundes und umfaßt sechshundert Viehstcllcn. Gegen die nordwestliche Ecke dcS Grundes entdeckt mau die Linie des Viehes, genau von dem dritten Thcile einer Meile im Umfange. Auf dem südlichen Rande hicvon «nd so gelegen, daß die Sonne die Augen der Zuschauer nicht blenden kann, sind Reihen Sitze für 8,00« Besucher. Etwa hundert Fuß südöstlich liegt die Ackerbangcräih-Halle, ein Framcgebäude, 160 Fuß lang bei 28 breit, durch einen breiten Tisch gctheilt. Links des Hauptcintrittcs finden sich drei geräumige Hallen für die mechanische Abthcilnng, zusammen 400 Fuß lang bei 25 Fnß Breite. Etwa sechshundert Fuß westlich findet man ein geräumiges rundes Zelt für die Ausstellung von Milchprodukten. Nicht weit davon ist ein Zelt für den Gebrauch des Exekutiv Committcc. Mittelweges zwischen dein Ccntrnm und der südlichen Grenze der Gründe, etwa dreihundert Fnß von den westlichen Grenzen, stoßen wir auf Power Hall, wo man daS Gerassel und den Klang einer großen Menge, durch den stakrcn Arm und den heiße» Athem der Ncwark Dampfmaschine und Kessel getriebener, Maschinen hören kann.

B l u m e n h a l l c.

Wir begeben uns nun nach dem ober» Platcan. Hier finde» wir die Blnmcnhallc, flankirt auf der westlichen Seite durch die pomologische Halle, die Spcischalle des Erekutivkoinmittce, des Ackerbaurathes und ihrer Gäste und endlich Burnctt's Bijou, wo der Million gegen eine billige Entschädigung Zuckerwcrke in liberaler Weise werden verabreicht werden.

Der Teinpcl der Flora wird der Hauptstern der Fairgründe sein nnd ohne Zweifel die Lorbeeren von der Stirne unseres Lieblings, der Gartenbaugesellschaft, schütteln. Er nimmt eine Ccntralstellimg auf dem höchsten Punkte der ffairgründe, auf der Südseite nahe Mittelwegs zwischen den östlichen und westlichen Grenzen, ein. Wir gewinnen einen kleinen Anblick desselben durch eine Aussicht schattiger Waldbänme von dem Centrum der Hanptcbene der Fairgründc aus nnd nähern uns demselben von Bornen; wie wir näher kommen taucht plötzlich bei den rasigen Ufern gegen den Süden zu ein künstlicher Teich mit funkelndem Springbrunnen auf, künstlich gebaut, in einem schönen, von alten Ulmen nnd vom Tafelland sich niedcrscnkcnden Trauerweiden beschatteten Alcove. Wir ruhe» einen Augenblick, um das Aufspringen des Strahls zu bewundern und sein musikalisches Gcplälscher im Teiche unten anzuhören; dann den Hügel vor nns übersteigend, beherrschen wir eine Aussicht auf das mit erhabenen Säulen geschmückte Portal des Flora Tempels.

Der Blick erhebt sich alsdann aufivörts und sieht ei« einfaches aber passendes Symbol der großen Ausstellung. Der Dom des Portals ist gekrönt mit einem großen Wagen, aufgcthürmt wie ein Berg mit goldenen Weizcngarbcn, und der Geist gefällt sich in den Gedanken, welche seinen Quellen entspringen, wenn er so durch dergleichen anrcgcndc und veranschaulichende Bilder für Thätigkcit erweckt wird. Und noch triumphirend weht das stcrncnprangcnde Banner, in anmulhigcr Würde ans einer stolzen Stange flatternd, gleichsam jubelnd über ein Land „wo Früchte und Blumen sich in unnntrrbrochcnen Kreisen durch das Jahr jagen."

Wir betreten nun die Halle. Ein köstlicher Wohlgernch füllt die Atmosphäre nnd schmeichelt den Sinnen. Flora hat ihre bezauberndsten Sccptcrblnmcn genommen: jährliche, immerblühendc, exotische, Immergrün, Zweige nnd Blüthc», grüner Rasen; lebende Wasser z alle vereinigen sich, eine Manigfalligkcit von Reizen zn verleihen nnd Sinn und Phantasie zu blenden. Das Holzwerk an dem weiten Portal eingefaßt mit Guirlandcn »nd Immergrün, ist vergessen. Ein breiter Pfad führt zu rincm hellglänzende» Teiche in der Mitte der Halle. Ihr tretet sachte auf den rasigen Rand, nnd der glänzende Schaum aus einem fantastischen Springbrnnen spritzt in die Höhe. Tansend diamantene Funken in nnanfhörlichcn Schauer». Ihr wandert um den gewundenen Pfad, den Rücken gegen das Portal, nnd Ihr seht dicht bei Euch eine sinnreiche ländliche Grotte mit Wurzeln nnd Farnkraut, Felsen und Stumpfen, Moos nnd verschlungenen Gebüschen. Ucppige Blumen, frisches, grünes Gesträuch, von einem listig im Geheimen der Grotte verborgenen Springbrunnen bewässert, erregt Eure Aufmerksamkeit. Zn Euren Füßen ist ein Reservoir für die verborgene Quelle und in dessen Mitte schlendert ein Springbrunnen seine Wasserstrahlen zwanzig Fuß und mehr auswärts, »in mit musikalischem Geplätscher zurückzusallen und den spicgclähnlichen Teich anzuschwellen, i» welchen Euch zu tauchen verlangt.

Leser, es ist sehr schön; es ist mehr, es ist ein schönes Kunstwerk, ein Werk wie es unser Hr. G. M. Kern geschickt ausführen kann. Es übertrifft die Gartenbaugrotlc an Ausdehnung und Schönheit. Ihr werdet so denken und auch sagen, daß «uscre Künstler nicht ohne Geschmack sind. Wenn Ihr den kreisförmigen Springbrunnen mit dein grasigen Rande seht, die ländliche Grotte «nd ihre Schönheit, die Grasflecken iwd Oasen von Blnmen und Gesträuch in der Blumenhallc, Ihr werdet erstaunen.

Wir hätten bald vergessen, z» erwähnen, daß die pomologischc Halle eine der rechte» Lauben des Tempels der Flora ist. Sie ist ein gcränmiger Saal, 140 Fuß lang bei 9« breit. Die Halle für die schönen Künste ist 125 Fuß lang bei 40 Fuß Breite und hat ei»en viereckigen, gläsernen Dom, der ein schönes photographisches Licht auf die im Innern enthalteten Kunstschätze zurückwirft.

Das Publikum wird nicht ermangeln, die ausgedehnten und vortrefflichen Vorbereitungen wahrzunehmen und zu würdigen, welche getroffen worden sind, das Volk Cincinnati's in ehrender Weise seiner Verantwortlichkeit z» entledige». Gestern waren hundert Arbeiter mit Einschlagen der Nägel beschäftigt und das Geklapper der Hämmer hielt Tackt mit dem geschäftigen Treiben eines Schwarmes Mädchen, welche für Verzicrnngszwecke Geflechze wanden und Guirlanden flochten.

Programm der Au»liellnng.

Ordnung der Ausstellung für Mittwoch, Sept. 16. 1857.

Pferdeausstellung.

1. Die Pferdeausstellung beginnt »m lg Uhr Vorm. in dem weiten Kreise mit der Untersuch»««, von Vollblutpferden.

2. Die Untersuchung von Pferde» für alle Arbeit beginnt um 2 Uhr Nachm. im großen Kreise.

3. Jacks nnd Maulthiere werden in einem kleinen Kreis für Pferde in der nordöstlichen Ecke des Grundes untersucht werden. Anfang 11 Uhr Vorm.

Rindviehansstellnng.

Die Untersuchung der Herefords beginnt 19 Uhr, Vorm. in dem Kreise für Rindvieh in der südwestlichen Ecke des Fairgrundcs. Die Untersuchung der Devons wird derjenigen der Herefords folgen.

Die Untersuchung des Dnrham Viehes wird im selben Kreise um 3 Uhr Nachm. den Anfang nehmen.

Die Committces werden die Untcrsnchung der Artikel in allen Abtheilungen, ausgenommen in der ersten, um 9 Uhr beginnen.

Die CommittceS über die verschiedenen Klassen sollten sich organisircn und in Verbindung mit den Ausstellern für ihre Anwesenheit zur angezeigten Zeit bereit sein.

Die Sitze um den Hauptkrcis herum sind für den ausschließlichen Gebrauch der Damen reservirt.

Ordnung für den Donnerstag.

Die Thore werden um 8 Uhr Vorm. und um 6 Uhr Nachm. geschlossen.

Eommittees, welche ihre Arbeiten noch nicht vollendet haben, werden selbe um 8 Uhr wieder anfnehmcn.

Wagen mögen den Grund betreten und durchfahre»; «verein keinem Falle wird ihnen gestattet, auf dem Fairgrunde zu bleiben.

Niemanden wird der Ausgang aus dem Hanptthore gestattet, außer mit Fuhrwerk oder Pferd.

Die Ausstellung der Arbeitspferde wird um 9 Uhr Vorm. wieder anfangen.

Zugpferde werden im kleine» Kreise um Ig Uhr Vorm. untersucht werden. Nachdem die Pferde für alle Arbeit untcrsncht sind, wird folgende Ordnung stattfinden, nämlich:

1. Roadstcads; 2. Wallachen und Stuten; 3. Prämien für Fülle»; 4. Gepaarte Pferde und Stute»; 5. Prämien für Pferde und Stuten.

Die Untersuchung des Rindviehes wird um 9 Uhr Vorm. wieder aufgenommen werde».

Einträge von Kurzhornvieh.

1. James M. Trimblc, Hillsboro, Highland Co., weißer Stier, Victor, 20 Monate alt.

2. do do do junge Kuh, Queen (rechlich grau), 2Jahre alt.

3. do do do do Lady Gay (rechlich), 6>^Mvn. alt,

4. do do do do Roeuna(roch u. weiß), 6Mon. alt.

5. David Wilson, Cincinnati, Stier, Loid Eglinton, 4 Jahre alt.

v. Wm. Polmer, Bloomington, Clinton Co., Stier, Allen (rötblich), 6 Mon. und 8 Tage alt.

7. do do do junge Kuh, Diana (röthlich), 2 Jahre alt.

8. do do do do Snowbank (weiß), 2 Jahre alt.

S. do do d« do Prärie Flower(rethI.),4Mt.4Tg. alt.

1«. D. McMillen, Jr., Xenia, Stier, Marquis, 5 Jahre alt.

11. do do Kalb, junge Kuh, Daisy, 11 Monate alt.

12. W. N Chamber««, Vienna « RoadS, Clark Co., Stier, Knickerbocker (1746A H. B), 2J.

13. Alfred Coulter, Bloomingtvn, Clinton Co., Stier, Bellrille (weiß), 25 Monate alt.

[table]

35. Jas. H. Perrine, Lebanon, Marren County, Stier, Aoung Amerika, 15 Monate alt.

36. do do do junge Kuh, Jane Trimble, 17 Monate alt.

37. Jas. Ranki», Jr., London, Madison County, d« Sun Bcam, 1 Jahr alt.

38. Charles M. Clark, Springsield, Stier, New Jear'S Day, 4 Jahre alt.

39. do dv dv American Eagle, 1V Monate alt. 4«. do do Kuh, Easter Day, 4 Jahre alt.

41. do d» junge Kuh> Jenny Lind, 2 Jahre l! Monate alt.

42. Stephan Eastvn, Union Village, Warren County, Stier, Heartö «f Oak, 4 Jahre alt.

43. Harneß Reuick, Circleville.

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